Wissenschaftler_innen, Architekt_innen und Kulturschaffende aus ganz Deutschland fordern: „Kein Abriss der ESSO-Häuser!“

Hamburg, den 10.06.2013: 125 Wissenschaftler_innen aus den Bereichen Soziologie, Stadtplanung, soziale Arbeit und Architektur, sowie Kulturschaffende und Architekten aus ganz Deutschland mischen sich mit einem Mani­fest in Hamburgs Stadtentwicklungspolitik ein. Die Kernforderung: Kein Abriss der ESSO-Häuser! Der Text, der sich für den Erhalt des Nachkriegsensembles ausspricht, wurde am Montag den 10. Juni 2013 der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Wir wissen, wir sind nicht alleine mit unserer Forderung nach einer anderen Baupolitik, nach einer Stadt für alle. Die Herausforderung besteht heute darin, antizyklisch zu handeln und die stark zu machen, die sich die Stadt, die Viertel, die Orte nicht bloß gekauft haben, sondern ihnen ihre Vielfalt und Unverwechselbarkeit geben. Deshalb: Kein Abriss der Esso-Häuser!“ resümiert der Text – ein Konsens, den namhafte Unterzeichner_innen aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen teilen.

Unter den Erstunterzeichner_innen des Manifestes sind z.B.: die Architekt_innen Hille Krause, Vorstandsmitglied des BDA Hamburg und Muck Petzet, Generalkommissar des deutschen Pavillons auf der Architekturbiennale Venedig 2012, die Kampnagel-Intendantin Amelie Deuflhard, der Dokumentarfilmer und Professor an der HfbK Pepe Danquart, Prof. Dr. Sabine Stövesand, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit und Prof. Dr. Simon Güntner von der HAW, Prof. Dr. Ingrid Breckner, Professorin für Stadt- und Regionalsoziologie an der HCU Hamburg, Prof. Dr. Hermann Hipp, ehem. Professor für Kunstgeschichte an der Uni Hamburg, Prof. Dr. Margit Mayer, Professorin für Politikwissenschaft am JFKI der FU Berlin, Prof. Philipp Oswalt, Architekt und Publizist, Friedrich von Borries, Architekt und Professor an der HfbK, die Musiker Udo Lindengerb, Jan Delay, Ted Gaier und Jochen Distelmeyer, die Schauspieler_innen Peter Lohmeyer, Rolf Becker und Peggy Parnass, der Künstler Daniel Richter, die Journalisten Till Briegleb und Christoph Twickel, die Autoren Tino Hanekamp und Rocko Schamoni, die Elbphilharmonie-Erfinder_innen Jana Marko und Alexander Gérard, Jack Kurfess, designierter Elbphilharmonie-Geschäftsführer sowie der Kunstmäzen und Rechtsanwalt Dr. Hans-Joachim Waitz und die ehemalige Präsidentin der HWP Prof. Dr. em. Dorothee Bittscheidt.

Das Manifest und die komplette Unterstützer_innenliste ist ab sofort unter der Webseite
www.manifest-essohaeuser.de
online.
Dort gibt es auch die Möglichkeit den Manifesttext online zu unterzeichnen.