Stadtteilversammlung: Was passiert mit St. Pauli | Was passiert mit dem ESSO-Häuser Gelände | St. Pauli selber machen!

Vergammeln lassen, räumen, abreißen, neu bauen, abkassieren …

 … die Esso-Häuser stehen exemplarisch für den seit Jahren auf St. Pauli stattfindenden Verdrängungsprozess. Machen wir uns gegenseitig schlau über die aktuellen Entwicklungen im Stadtteil – tragen wir das Wissen um Esso-Häuser, Gefahreninseln, “Business lmprovement District (BIO) Reeperbahn”, Privatisierungs- und Gentrifizierungsprojekte zusammen.

 Samstag, 8. Februar 2014 -16:00 Uhr (Einlass ab 15:30 Uhr)

Ballsaal des FC St. Pauli Weiterlesen

Der große ESSO-Auszug: Verschöner your local Bauzaun!

Samstag, 11.1. von 14:00-15:00 Uhr
Spielbudenplatz Taubenstraße

Der große ESSO-Auszug: Verschöner your local Bauzaun!

 

 

Die Möbelpacker sind bereits angerückt und haben mit der Räumung der ESSO-Häuser begonnen.  Für viele Mieter_innen bedeutet das der endgültige Abschied von St. Pauli.

 

 

Wir sind sauer

  • weil eine an den Bedarfen aller Mieter_innen orientierte stadtteilnahe Wohnraumversorgung bisher nicht garantiert wird.
  •  weil es bisher weder Übergangslösungen für die Gewerbetreibenden noch Garantien für ihre mögliche Rückkehr gibt.
  • weil es bisher keine transparente Offenlegung der statischen Untersuchungen und keine Ursachenklärung der Erschütterung gibt, die überhaupt zur plötzlichen Räumung geführt hat.
  • weil es bisher so aussieht, als würde Kaputtbesitzen mit einem schnellen Abriss belohnt werden.

Wenn ihr auch sauer seid:
Klebt, malt, schreibt euren Ärger auf und nach dem Samstagseinkauf ab an den Zaun damit! Oder: Verschöner your Umzugskarton mit deinem Ärger und stell ihn vor den Bauzaun.

Bis Samstag!

Aus unserer Sicht: Stellungnahme

Stellungnahme der Initiative ESSO Häuser

zur Demonstration  Rote Flora verteidigen – Esso-Häuser durchsetzen! Gegen rassistische Zustände – Bleiberecht für alle! am 21.12.2013, Hamburg

Seit der überstürzten Räumung der Esso-Häuser ist eine Woche vergangen. Seitdem arbeiten einige von uns ohne Unterlass, unterstützen die evakuierten Bewohnerinnen und Bewohner psychologisch, rechtlich und halten die Kommunikation aufrecht. Wir sind wütend über die fehlende Unterstützung des Bezirks und über die Parteinahme für die Investoren, die rechtlich verantwortlich sind für die jetzige Situation.

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Ein Zittern. 5 Minuten zum Packen. Evakuierung.

SOS St. Pauli Demonstrationsaufruf 21.12.2013

 

…14 Stunden später stehen sie vor den laufenden Kameras der Presse: Bezirksamtsleiter Andy Grote und Bayerische Hausbau Manager Taubenberger. 14 Stunden nach einer polizeilichen Räumung ohne Beispiel. 14 Stunden nachdem offenbar geworden ist, dass die herausgezögerte Sanierung der Häuser Menschenleben aufs Spiel gesetzt hat. 14 Stunden danach: der SPD Politiker und gelernte Anwalt Grote steht im Erdgeschoss der “Tanzenden Türme” und widerspricht nicht, als dem Esso-Häuser-Vermieter diese Worte über die Lippen kommen: “An geldliche Entschädigung oder ähnliches ist nicht gedacht”.

 

Verantwortung im Lande des TÜVs

 

Die Bayerische Hausbau ist seit dem Kauf der Häuser juristisch verantwortlich für ihren jetzigen Zustand, denn sie hat neben Grundstück und Gebäuden, auch die Pflicht zur Behebung des Sanierungsstaus miterworben. Dabei spielt keine Rolle, was der Vorbesitzer unterlassen hat. Auch nicht, dass die Hausbau von vornherein auf Abriss spekuliert hat: Gewohnt, den roten Amigo-Teppich ausgerollt zu bekommen, wollte sich der bayerische Immobilienriese von vornherein am wachsenden Immobilienmarkt Hamburgs platzieren und hat für 18,9 Millionen das Grundstück gekauft – ein Preis, der sich damals schon nur deshalb gerechnet hat, weil man auf Abriss und extreme Nachverdichtung mit hochpreisigen Miet- und Eigentumswohnungen spekuliert hat. In der Heimat der Bayerischen Hausbau ist man es gewohnt, dass Bebauungspläne mal eben geändert werden … Weiterlesen

Spekulation auf Abriss gefährdet Menschenleben

Erklärung der Initiative ESSO-Häuser

Spekulation auf Abriss gefährdet Menschenleben

ESSO-Häuser gehören in öffentlich-genossenschaftliche Hände

 

Hamburg, 15.12.2013: In der Nacht von Samstag auf Sonntag sind die ESSO-Häuser inkl. der Gewerberäume präventiv durch die Polizei geräumt worden. Grund waren von MieterInnen gemeldete Erschütterungen  in einem der Wohngebäude. Die MieterInnen wurden notfallmäßig evakuiert und in einer Turnhalle untergebracht. Weiterlesen

Statement von S.O.S. St. Pauli zum geplanten Busines Improvement District (BID) Reeperbahn

Statement von S.O.S. St. Pauli zum geplanten BID Reeperbahn 

Wir sind hier nicht in Disneyland! 

Durch die Einrichtung eines Business Improvement Districts sollen die Reeperbahn  und Teile angrenzender Straßen den privaten Grundbesitzer_innen zur Gestaltung  und Verwertung überantwortet werden. Wir sagen: St. Pauli lässt sich nicht wie ein  Einkaufszentrum managen! Und aufgepasst: Es geht beim BID auch nicht einfach um  sauberere Gehwege und ein bisschen weniger Pipigeruch. Dass wir uns hier nicht falsch verstehen, niemand findet Pissegestank und Touristenkotze geil, aber die Lösung solcher  Probleme gehört in die öffentliche Hand und darf kein Argument für die Privatisierung  öffentlichen Raumes sein.   Weiterlesen

GO – IN der INIS zur Bezirksversammlung Mitte, 19.9.

In Hamburg summieren sich innerstädtische Konflikte um bezahlbaren Wohnraum. Ob das Elisabethgehölz in Hamm, die Breite Straße in Altona, Langenhorn 73, die Esso-Häuser oder das Niebuhrhochhaus auf St. Pauli: an jenen Orten soll bezahlbarer Wohnraum vernichtet werden.
 
Das Vorgehen zeigt Systematik: Häuser werde nicht Instand gesetzt und sollen nach einer offiziellen Begutachtung einem Neubau weichen. Alternativen des Erhalts werden durch Sachzwanglogiken der Politik und Renditeinteressen der Investoren abgewunken. Die formalen Weichen werden gelegt, gegen die Bedarfe der Mieter_innen und des Stadtteils bezahlbaren existenten Wohnraum zu vernichten. Das Ergebnis: Abriss! Weiterlesen

MaHalle im August ausnahmsweise nicht am Donnerstag sondern Mittwoch, 14.8.2013!

Und zwar bei der Veranstaltung des Bezirks Mitte zu den ESSO-Häusern im Ballsaal, St.Pauli-Stadion um 19h (Einlass ab 18h) .

Eingang von der Budapester Straße. 

Dazu hier noch mal eine aktuelle Stellungnahme der Initiative ESSO-Häuser:

 

 

 

www.initiative‐esso‐haeuser.de | info@initiative‐esso‐haeuser.de

Telefonkontakt: 01523- 7820794

 

ESSO-Häuser St. Pauli! - Wie weiter?
Sanierung prüfen, solange gilt: „Kein Abriss“ – es geht ums Ganze!

 

Hamburg, 13.08.2013: Im Juni hat das vom Bezirk zur Klärung des Konfliktes um die ESSO Häuser in Auftrag gegebene Gutachten festgestellt, dass die Häuser in einem teilweise kritischen Zustand sind und ein erheblicher Sanierungsbedarf besteht. Das Gutachten weist auch unmissverständlich daraufhin, dass „fehlende Instandhaltungsmaßnahmen ursächlich für den derzeitigen Zustand der Gebäudehülle sind“.

Was bedeutet das?

Die milliardenschwere Bayerische Hausbau will diese Vorlage nun endlich nutzen, um profitträchtige, lang gehegte Abriss- und Neubaupläne im Herzen von St. Pauli zu verwirklichen. Die Gebäude sollen baldmöglichst einem um vieles größeren Gewerbe-Neubau und überwiegend hochpreisigen (Eigentums-) Wohnungsbau weichen.

Und der Bezirk scheint Hilfestellung zu geben. Bezirksamtsleiter Andy Grote verbreitete gleich bei der Bekanntgabe des Gutachtens spekulative Zahlen über die Kosten einer etwaigen Sanierung. Dabei war das Architekturbüro Dittert/Reumschüssel engagiert worden um den baulichen Zustand des Gebäudekomplexes zu prüfen, nicht um eine Kostenkalkulation zu liefern. 
Das Gutachten sollte Diskussionsgrundlage sein, nicht Entscheidungsgrundlage.

Insofern ist die Darstellung des Bezirks, der mit über den Daumen gepeilten Zahlen den Anschein erweckt, alles andere als ein kompletter Abriss sei für den Investor unzumutbar, eine klare Parteinahme für die Bayerische Hausbau.

AnwohnerInnen und Gewerbetreibenden erscheint es wie ein schlechter, bitterer Scherz wenn der Investor, der die Häuser im Wissen um den Sanierungsstau gekauft hat und sie weiter hat verkommen lassen, nun mit einer Abrissgenehmigung und der gewünschten Änderung des Bebauungsplans belohnt wird. Die MieterInnen haben jahrzehntelang ordnungsgemäß ihre Miete gezahlt und das einzige, was man ihnen in Aussicht stellt, ist das vage Versprechen in frühestens 4 Jahren wiederkommen zu dürfen, um dann am Katzentisch einer neuen, zahlungskräftigen Bewohnerschaft Platz nehmen zu können. Das zwar angeblich in günstigen Sozialwohnungen, aber eben auch nur solange, bis die Mitpreisbindungen auslaufen und sie spätestens dann aus dem Stadtteil gedrängt werden. Und der Kiez? Er würde wieder ein Stück langweiliger, austauschbarer, retortenhafter. Es wäre ein weiterer, großer Schritt in Richtung „tot und teuer“.

Was hier passiert ist eine politische Frage. Wenn es die verantwortlichen Politiker_innen wirklich ernst meinen mit ihrer sozialen Erhaltungsverordnung, dann ist jetzt die Zeit gekommen, damit auch Ernst zu machen. Im Interesse des Milieus, das man behauptet schützen zu wollen.

Wir fordern konkret:

>     Prüfung aller möglicher Optionen, d.h.: Kompletter Erhalt und Sanierung der Esso Häuser, eine Kombination aus Sanierung mit teilweisem Abriss plus Neubau, sowie Neubau. Alles unter der vom Bezirk beschlossenen Vorgabe, der gewachsenen sozialen Struktur und den Interessen der Mieterschaft Priorität zu geben.

>     Eine Gesetzgebung und unnachgiebige Handhabung bestehender Gesetze gegen diejenigen, die das gezielte Herunterwirtschaften von Häusern als legitimes Geschäftsmodell betrachten, damit Fälle wie dieser oder auch die Breite Strasse  in Altona oder die Hegestrasse in Eppendorf oder das Elisabethengehölz in Hamm nicht mehr vorkommen.

Die Initiative prüft zurzeit Anzeigen gegen die Bayerische Hausbau und den Bezirk, der seine Aufsichtspflicht vernachlässigt hat.

Was in St. Pauli passiert, was mit den Esso-Häusern geschieht ist keine Frage von Bebauungsplanverfahren, von Absprache zwischen Investor und Behörden. Es ist eine gesamtstädtische, es ist eine hoch-politische Frage. Sie betrifft die ganze Stadt. Viele Menschen haben einfach genug davon, dass Wohnraum nur noch als profitträchtige Ware gesehen wird und die Stadt ausschließlich unter kommerziellen Gesichtspunkten vorkommt. Auch davon genug, dass die Politik, trotz anderer Versprechen, letztlich immer wieder den Wünschen der Investoren folgt, einknickt und höchstens hier und da mal ein Kompromiss’chen rausholt.

Die Situation kann und muss genutzt werden, um der fortgeschrittenen Zerstörung von Hamburgischen Stadtidentitäten entschlossen entgegen zu treten – jetzt!

Hamburg befindet sich an einem Scheidepunkt. Die SPD muss sich daran messen lassen, ob sie die Stadt weiterhin einzig und allein an Investoreninteressen ausrichtet, oder zukunftsweisende Wege hin zu einer Stadt für alle einschlägt. Genau dafür bietet sich jetzt die Chance.

Wenn die Bayerische Hausbau nicht bereit ist, dieser Situation mit einer anderen Art von Planung und Umgang mit dem Gelände Rechnung zu tragen, muss sie das Grundstück wieder abgeben und den Weg frei machen für eine modellhafte Entwicklung, die St. Pauli und der ganzen Stadt nützt.

Wie? Indem hier ein Modellprojekt entsteht. 
Prinzipien wären:

Nachhaltige, zukunftsweisende Stadtentwicklung: Umkehr des Trends der Zerstörung von Vielfalt und Urbanität durch den Erhalt/Bau von langfristig preiswertem und dem Charakter der Umgebung gemäßen Wohn- und kleinteiligem Gewerberaum.

Tradition und Innovation: Förderung und Erhalt von traditionellen und von ungewöhnlichen, d.h. kieztypischen Gewerben und Lebensentwürfen, altem Bestand wo möglich und möglichst ökologisch-schlauer Neubebauung wo nötig.

Non-Profit: Grundlage des Konzeptes ist, dass die Häuser sich wirtschaftlich tragen, nicht dass sie eine Goldgrube sein müssen. Ein Gewinn würde in sie bzw. den Stadtteil zurück investiert. Urbanität entwickelt sich aus Unterschieden und Neues entwickelt sich aus Freiräumen und beides geht nicht, wenn es nur ums Geld geht.

Demokratie am Bau: die Konzeptentwicklung erfolgt unter Einbeziehung von Mieter_innen; Gewerbetreibenden und der Nachbarschaft. Sie haben bereits in zahlreichen Workshops     konkrete Ideen entwickelt, sind bereit sich einzubringen und wissen selbst am Besten was sie brauchen.

Die Initiative ESSO-Häuser ist im Kontakt mit namhaften Architektinnen, Stadtplanern, Expert_innen für Miet- und soziale Fragen. Es gibt gemeinnützige Banken und Fonds, die ein solches Konzept unterstützen würden. Wir wollen diesen Weg beschreiten. Wir sind bereit, uns zu engagieren – mit einer Politik, die die Zeichen der Zeit erkennt. Mit oder ohne Bayerische Hausbau.

Esso-Häuser St. Pauli: Es geht um die Stadt – Es geht ums Ganze!

Bürgerinformation zu den ESSO-Häusern am 14. August 2013 um 19h im Ballsaal am Millerntorstadion, Heiligengeistfeld 1

Auf der Veranstaltung werden die Gutachten-Ergebnisse durch das Büro Dittert & Reumschüssel – DR-Architekten vorgestellt.

 http://www.hamburg.de/mitte/archiv-2013/4072204/bam-20130802-esso-haeuser-veranstltg-20130814-art.html

Anschließend folgt eine Diskussion zu den Zukunftsperspektiven mit Vertretern des Bezirksamtes, der Kommunalpolitik u.a.

Für Rückfragen:

Bezirksamt Hamburg-Mitte
Pressestelle
Sorina Weiland
Tel.: +49 40 42854-2877
E-Mail: pressestelle@hamburg-mitte.hamburg.de

Die Initiative ESSO-Häuser wird anwesend sein. Kommt zahlreich hinzu!

Aktuelle Stellungnahme der Initiative ESSO-Häuser

 

Zustand der ESSO‐Häuser wird aufgrund nicht erfolgter 

Instandhaltung als kritisch bewertet. Die Initiative Esso‐Häuser

warnt vor voreiligen Schlussfolgerungen. 

 

Hamburg, den 15.06.2013:

Das gestern den Mieter_innen vorgestellte Gutachten macht deutlich, dass sich die ESSO‐Häuser in  

einem kritischen Zustand befinden. Es benennt dabei auch die Verantwortlichen. Sowohl die  

Vorbesitzer Familie Schütze, als auch die Bayerische Hausbau – Eigentümerin seit 2009, sind zu  

keinem Zeitpunkt ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Instandhaltungspflicht nachgekommen. Wenn  

nun vorschnell dem Abriss das Wort geredet wird, würden die Eigentümer, die offensichtlich völlig  

unbehelligt von der Bauaufsicht ihre Gebäude verwahrlosen lassen konnten – unter Inkaufnahme  

einer Gefährdung der Mieter –mit einer Abrissgenehmigung für ein solches Verhalten belohnt. Die  

Initiative hat schon seit Jahren auf die dringende Notwendigkeit von Instandhaltungsmaßnahmen  

hingewiesen.   Weiterlesen