GO – IN der INIS zur Bezirksversammlung Mitte, 19.9.

In Hamburg summieren sich innerstädtische Konflikte um bezahlbaren Wohnraum. Ob das Elisabethgehölz in Hamm, die Breite Straße in Altona, Langenhorn 73, die Esso-Häuser oder das Niebuhrhochhaus auf St. Pauli: an jenen Orten soll bezahlbarer Wohnraum vernichtet werden.
 
Das Vorgehen zeigt Systematik: Häuser werde nicht Instand gesetzt und sollen nach einer offiziellen Begutachtung einem Neubau weichen. Alternativen des Erhalts werden durch Sachzwanglogiken der Politik und Renditeinteressen der Investoren abgewunken. Die formalen Weichen werden gelegt, gegen die Bedarfe der Mieter_innen und des Stadtteils bezahlbaren existenten Wohnraum zu vernichten. Das Ergebnis: Abriss!
 
Während die ESSO Häuser von einem milliardenschweren Investor plattgemacht werden sollen,
werden die Mieter_innen im Elisabethgehölz von ihrer eigenen Genossenschaft um ihre Bleibe gebracht.
Die Mieter_innen verlieren damit nicht nur ihren Wohnraum und Gewerberaum, sondern werden auch um ihre erbrachten Instandhaltungsauslagen betrogen. Ein Neubau bedeutet außerdem die unwiderbringbare Zerstörung der gewachsenen heterogenen Strukturen in den Häusern als auch im Stadtteil. Nach Erfahrungswerten werden die Einstiegsmieten in dem Neubau dem derzeitigen Durchschnitt übersteigen und auch auf die umliegenden Strassen ausstrahlen.
 
Wir sagen: Es reicht!
Die ‘Initiative ESSO Häuser’, ‘Initiative Reeperbahn 157′ und ‘Rettet Elisa!’ haben sich weiteren Initiativen aus den anderen Bezirken hamburgweit vernetzt.
 
Wir verlangen eine Stadtpolitik, die mit dem Wahlversprechen für bezahlbares Wohnen nicht grad jene Orte zerstört!
Wir brauchen wirksame Hebel gegen die Spekulation mit Wohnraum!
Wir verlangen eine Stadttentwicklung von Unten, die sich vorrangig an den Interessen des Stadtteils und der Mieter_innen ausrichtet und nicht an den Profitinteressen der Unternehmen!
 
Unterstützt die ESSO Häuser, das Niebuhrhochhaus und das Elisabethgehölz.
Schließt Euch an und kommt zum GO- IN in die Bezirksversammlung Mitte am 19.09. um 17.30h 
Ort: Schule auf der Veddel, Slomanstieg 1-3, 20359 Hamburg
 
Gemeinsam wollen wir unseren Unmut gegenüber den politischen Vertreter_innen loswerden.

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